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30.05.2010
2:0 - VfR nimmt erfolgreich Revanche
Der dreimalige Vizemeister von 2008 bis 2010 empfing den dreimaligen Meister desselben Zeitraums: Da bereits eine Woche vor "Toreschluss" alle Würfel im Titelkampf gefallen waren, durften sich die 361 zahlenden Zuschauer an der Geerdtsstraße auf einen offenen Schlagabtausch freuen. Und zumindest die VfR-Fans unter ihnen wurden nicht enttäuscht.

Die "Veilchen" nahmen das an sich wertlose Duell überaus ernst und hatten die Karten über weite Strecken des Spiels fest in der Hand. Vor allem die Defensive der Lila-Weißen mit Hannes Schäfke und dem wieder in die Startelf gerutschten Patrick Amponsah in der Innenverteidigung arbeitete fast fehlerfrei. So war es nicht verwunderlich, dass der frisch gebackene Meister aus Kiel kaum ernstzunehmende Chancen erhielt. Die größten waren sicherlich der Pfosten-Freistoß von Holsteins Björn Kastner sowie der vergebene Abpraller von Lukas Henke in der 48. Spielminute.

"Wir haben spielerisch überzeugt und einen verdienten Sieg gelandet", war VfR-Coach Ervin Lamce dann auch zufrieden mit der Leistung seiner Elf und ergänzte: "Natürlich freuen wir uns, dass wir den Meister im letzten Saisonheimspiel schlagen konnten." Dies wurde deshalb möglich, weil Rasensport vor den Augen seines in Schleswig-Holstein urlaubenden Ex-Trainers Ramon Berndroth im Angriff gegen tief stehende Kieler geduldig auf die entscheidende Lücke wartete und dann eiskalt zuschlug. In der 34. Minute legte Yannik Jakubowski auf Dennis Sudbrak steil ab, und dieser bediente mustergültig den mitgelaufenen Finn Thomas, der nur noch einzuschieben brauchte: Das 1:0 für den VfR war überaus verdient. Ähnlich kam der zweite Treffer nach dem Seitenwechsel zustande. Amponsah tankte sich über die linke Seite bis zur Grundlinie durch, legte klug auf Kapitän André Bock zurück, und dieser befriedigte seinen Offensivdrang mit dem fünften Saisontreffer (68.). Dies war die Entscheidung, zumal die Kieler nun nichts mehr entgegenzusetzen hatten.

"Es war das dritte Spiel in dieser Woche. Wir wollten einfach nur durchkommen", gestand Holsteins Trainer Torsten Fröhling nach der Partie und lobte gleichsam den Gegner: "Neumünster hat gut auf unsere Fehler gewartet. Das unterscheidet das Team vom Rest der Liga." Dass der VfR weitere Chancen durch Sudbrak (70.), Jakubowski (77.) und den agilen Franko Milbradt (77./83.) vergab, fiel nicht mehr ins Gewicht. Am Ende stand schlichtweg die geglückte Revanche für die 0:1-Hinspielpleite.

VfR Neumünster: Jakusch - Jakubowski (83. A. Raniewicz), Schäfke, Amponsah (78. Siedschlag), Bock - Gülbay, Möller, Ruzic, Thomas - Sudbrak, Milbradt (88. O. Raniewicz).
KSV Holstein Kiel II: Dittmann - Meshekrani (85. Niemeyer), Hummel, Brückner, Rinaldi - Henke, Bruhn, Bruns, Hansen - Kastner, Webessie.
Schiedsrichter: Göttsch (Dannau)
Zuschauer: 361 zahlende

Quelle: Nordsport vom 31.05.2010 (Auszug)

 


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